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EHC Lustenau

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Šablona:Infobox Eishockeyclub EHC Lustenau (offiziell Eishockeyclub Lustenau) ist ein traditionsreicher Eishockeyverein aus der Marktgemeinde Lustenau im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Der Verein zählt zu den erfolgreichsten Klubs der zweiten österreichischen Leistungsebene und ist Rekordmeister der ehemaligen Nationalliga.

Die Geschichte des EHC Lustenau ist geprägt von einem ständigen Pendeln zwischen dem Profi-Eishockey auf höchstem Niveau (Bundesliga) und der Dominanz in der zweiten Liga. Der Klub ist bekannt für seine hervorragende Nachwuchsarbeit und seine tiefe Verwurzelung in der Region ("Sticker" ist der Spitzname der Lustenauer, bezogen auf die dortige Stickerei-Industrie).

In der jüngeren Vergangenheit (ab 2024) vollzog der Verein einen radikalen Strategiewechsel. Nach Jahren im Profi-Betrieb der internationalen Alps Hockey League (AHL) zog sich der Klub aus finanziellen und strategischen Gründen in die dritte Leistungsstufe, die amateurnahe **Ö Eishockey Liga (ÖEL)**, zurück. In der aktuellen Saison 2025/2026 dominiert der EHC Lustenau diese Liga und peilt als Favorit den Titel an, wobei der Fokus nun verstärkt auf einheimischen Spielern liegt.

Eine besondere Verbindung zu den vorherigen Themen besteht durch den schwedischen Torhüter **Hans-Göran Elo** (siehe vorherigen Artikel), der in den 90er Jahren einer der ersten großen internationalen Stars war, die das Trikot der Lustenauer trugen und dort Kultstatus erreichten.

🏛️ Geschichte: Vom Parkbad zur Bundesliga (1970–2000)

Die Wurzeln des Eishockeys in Lustenau liegen beim Fußballverein **SC Austria Lustenau**, der in den 60er Jahren eine Eishockeysektion gründete. Im Jahr 1970 machte sich diese Sektion selbstständig und der **EHC Lustenau** wurde gegründet.

Die goldenen 80er und 90er

Mit dem Bau der **Rheinhalle** (eröffnet 1972) erhielt der Verein eine wetterunabhängige Heimstätte, was den sportlichen Aufschwung katalysierte.

  • **Erster Aufstieg:** Bereits in der Saison 1981/82 stieg Lustenau erstmals in die Bundesliga auf.
  • **Etablierung:** In den 80er und 90er Jahren war Lustenau eine feste Größe im österreichischen Eishockey. Zwar stand man oft im Schatten des großen Nachbarn VEU Feldkirch (der 1998 die Europaliga gewann), doch Lustenau ärgerte die Großen regelmäßig.
  • **Legionäre:** In dieser Zeit spielten zahlreiche hochkarätige Legionäre in Lustenau, darunter Kanadier und Skandinavier, die das Niveau der Liga hoben.

🇸🇪 Die Ära Hans-Göran Elo (1991–1995)

Wie im vorherigen Artikel erwähnt, wechselte der dreifache schwedische Meister **Hans-Göran Elo** 1991 vom schwedischen Spitzenklub Djurgårdens IF nach Lustenau.

  • **Kultstatus:** Elo war für Lustenau ein Glücksgriff. Ein Torhüter seiner Klasse war in der damaligen österreichischen Liga (bzw. Alpenliga) eine Sensation.
  • **Leistung:** Er gab der Mannschaft, die oft als Außenseiter in Spiele ging, die nötige Sicherheit. Seine Ruhe und sein Stellungsspiel ("Stand-up"-Stil) faszinierten die Fans in der Rheinhalle. Elo blieb vier Jahre in Lustenau und ist bis heute einer der besten Torhüter, die je für den Verein spielten.

🏆 Rekordmeister der zweiten Ebene (2000–2016)

Nach der Jahrtausendwende und den finanziellen Turbulenzen im österreichischen Eishockey (Konkurse vieler Bundesligisten) positionierte sich Lustenau neu. Der Verein entschied sich oft bewusst gegen das finanzielle Risiko der höchsten Liga (EBEL) und wurde zum Dominator der zweiten Spielklasse (**Nationalliga** / **INL**).

  • **Titelhamster:** Der EHC gewann insgesamt neun Mal den Titel in der zweithöchsten Liga (u.a. 2006, 2009, 2015). Damit sind sie Rekordmeister dieser Stufe.
  • **INL-Meister 2015:** Ein Höhepunkt war der Gewinn der Inter-National-League (einem Vorläufer der AHL mit slowenischen Teams) in der Saison 2014/15. Im Finale besiegte man den Erzrivalen VEU Feldkirch, was den Triumph besonders süß machte.

🏔️ Abenteuer Alps Hockey League (2016–2024)

Ab 2016 nahm Lustenau an der neu gegründeten **Alps Hockey League (AHL)** teil, in der Teams aus Österreich, Italien und Slowenien spielten.

  • **Erfolge:** Lustenau gehörte stets zum erweiterten Favoritenkreis. Man erreichte mehrfach das Halbfinale (z.B. 2019, 2021).
  • **Probleme:** Die Liga war teuer (weite Reisen, Profi-Spieler) und das Zuschauerinteresse stagnierte teilweise, da Spiele gegen italienische B-Teams weniger zogen als lokale Derbys.
  • **Der Rückzug:** Im Frühjahr **2024** zog der Vorstand die Reißleine. Die Kosten standen in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen. Der EHC Lustenau verkündete den freiwilligen Rückzug aus dem Profisport (AHL) und den Wechsel in die drittklassige ÖEL.

🦁 Aktuelle Situation: Saison 2025/2026 (Ö Eishockey Liga)

In der aktuellen Saison (Stand Februar 2026) spielt der EHC Lustenau in der **Ö Eishockey Liga (ÖEL)**. Dies ist die höchste Amateurliga Österreichs, die in regionale Gruppen unterteilt ist.

  • **Dominanz:** Lustenau tritt in der Gruppe West an und ist dort das Maß aller Dinge. Der Kader, der noch immer über Qualität verfügt, die höher anzusiedeln ist als reines Amateurniveau, dominiert die Gegner.
  • **Januar 2026:** Lange Zeit blieb das Team ungeschlagen, bis der **EHC Kundl** im Januar 2026 für eine Sensation sorgte und Lustenau die erste Saisonniederlage zufügte.
  • **Play-offs (Februar 2026):** Als Sieger der Division West qualifizierte sich Lustenau souverän für die überregionalen Play-offs. Im Viertelfinale (Pick-Round) wählte man den **ATSE Graz** als Gegner.
  • **Philosophie:** Der Fokus liegt nun auf Spielern aus Vorarlberg ("Lustenauer Weg"). Man will jungen Talenten eine Plattform bieten und das Budget konsolidieren.

Der Kader 2025/26

Der aktuelle Kader ist eine Mischung aus erfahrenen Routiniers und jungen Talenten:

  • **Trainer:** Dániel Fekete (ehemaliger ungarischer Nationalspieler).
  • **Schlüsselspieler:**
   * **Chris D'Alvise:** Der kanadische Torjäger blieb dem Verein auch nach dem Abstieg treu und schießt die Liga kurz und klein.
   * **Martin Grabher-Meier:** Ein Urgestein des österreichischen Eishockeys (ehemals Salzburg, Linz), der seine Karriere in der Heimat ausklingen lässt.
   * **Felix Beck:** Der junge Torhüter gilt als großer Rückhalt.
   * **Dominik Oberscheider:** Kapitän und Identifikationsfigur.

🏟️ Die Rheinhalle: Der "Löwenkäfig"

Die Heimstätte des EHC ist die **Rheinhalle Lustenau**.

  • **Eröffnung:** 1972 (als offene Kunsteisbahn schon früher, später überdacht).
  • **Kapazität:** Ca. 2.200 Zuschauer.
  • **Charakter:** Die Halle ist klein, laut und die Zuschauer sind sehr nah am Eis. Bei Derbys gegen Hohenems oder früher Feldkirch herrscht hier eine "Hexenkessel"-Atmosphäre.
  • **Zukunft:** Die Halle ist in die Jahre gekommen. Es gibt immer wieder Diskussionen über Renovierungen oder einen Neubau im Rahmen des Sportparks Lustenau.

⚔️ Rivalitäten

  • **VEU Feldkirch (Pioneers Vorarlberg):** Das "Ländle-Derby" schlechthin. Historisch gesehen der größte Rivale. Da Feldkirch (als Pioneers) derzeit in der ICE Hockey League (Profis) spielt, finden Pflichtspiele nur selten statt, aber die Rivalität lebt in den Köpfen weiter.
  • **SC Hohenems:** Der aktuelle Hauptrivale in der ÖEL. Die Städte liegen nur wenige Kilometer auseinander.
  • **EC Bregenzerwald:** Ein weiterer lokaler Konkurrent ("Wälder"), mit dem man sich viele Schlachten in der AHL lieferte.

📊 Erfolge und Statistiken

Jahr Erfolg Liga
1982 🥇 **Meister** Nationalliga (Aufstieg)
1984 🥇 **Meister** Nationalliga
1992 🥇 **Meister** Nationalliga
1997 🥇 **Meister** Nationalliga
2006 🥇 **Meister** Nationalliga
2009 🥇 **Meister** Nationalliga
2015 🥇 **Meister** Inter-National-League (INL)
2021 Halbfinale Alps Hockey League
2025 Viertelfinale Ö Eishockey Liga (laufend)

🤓 Für Laien: Was ist der EHC Lustenau?

Stellen Sie sich einen Fußballverein wie den **VfL Bochum** oder **1. FC Nürnberg** vor. Zu groß für die zweite Liga, aber oft zu klein (finanziell) für die ganz große erste Liga. Der EHC Lustenau ist in Österreich der "König der zweiten Reihe". Sie haben mehr Titel in der zweiten Liga gewonnen als jeder andere. Momentan machen sie eine "Entschlackungskur". Statt teure Profis aus Kanada zu holen (außer D'Alvise, der ist Inventar), spielen sie gegen Teams aus der Nachbarschaft. Die Halle ist alt, es riecht nach Pommes und Glühwein, und die Stimmung ist familiär, aber leidenschaftlich. Es ist ehrliches Eishockey zum Anfassen.

Quellen